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Ein Fahrzeug kann das H-Kennzeichen bekommen, wenn seit der Erstzulassung mindestens 30 Jahre vergangen sind, es weitgehend im Originalzustand und in gutem Zustand ist. Dann gilt eine pauschale Kfz-Steuer von 191,73 Euro im Jahr, unabhängig von Hubraum und Schadstoffklasse, und das Fahrzeug darf auch in Umweltzonen fahren. Voraussetzung ist ein Gutachten nach Paragraf 23 StVZO durch einen anerkannten Sachverständigen. Die Hauptuntersuchung bleibt alle zwei Jahre fällig. Für die Pflege eines Ford-Klassikers zählen vor allem Originalität, Rostschutz und das Vermeiden von Standschäden.
Wann ist ein Ford ein Oldtimer?
Die Grenze ist gesetzlich klar gezogen. Nach der Fahrzeug-Zulassungsverordnung gilt als Oldtimer ein Fahrzeug, das vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr kam, weitgehend dem Originalzustand entspricht, gut erhalten ist und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts dient. Maßgeblich ist das Datum der ersten Zulassung, nicht das Baujahr. Ein Ford Escort, der im Juni 1996 zugelassen wurde, kann also frühestens im Juni 2026 ein H-Kennzeichen erhalten.
Darunter liegt der Youngtimer. Der Begriff ist rechtlich nicht definiert, gemeint sind grob Fahrzeuge zwischen 20 und 29 Jahren. Für sie gibt es kein H-Kennzeichen und keine pauschale Steuer; sie werden ganz normal nach Hubraum und Schadstoffklasse besteuert und mit regulärem oder Saisonkennzeichen gefahren. Wer einen jungen Klassiker pflegt, sammelt damit aber die Jahre, bis die 30er-Grenze erreicht ist.
Das H-Kennzeichen: Voraussetzungen und Vorteile
Der spürbarste Vorteil ist steuerlich. Statt einer Berechnung nach Hubraum und Emissionen zahlen Halter eines Pkw mit H-Kennzeichen pauschal 191,73 Euro im Jahr, bei Krafträdern 46,02 Euro. Gerade bei großvolumigen Motoren, etwa einem V6-Capri oder einem Mustang, liegt das oft deutlich unter der regulären Steuer. Dazu darf das Fahrzeug trotz fehlender grüner Plakette in Umweltzonen fahren, und Fahrten ins Ausland sowie eine gewerbliche Nutzung sind erlaubt.
Damit das Kennzeichen erteilt wird, braucht es ein Gutachten nach Paragraf 23 StVZO. Ein amtlich anerkannter Sachverständiger oder Prüfingenieur, etwa bei TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS, prüft, ob das Fahrzeug die Altersgrenze erfüllt, weitgehend original ist und sich in gutem, kulturgutwürdigem Zustand befindet. Zeitgenössische Umbauten sind erlaubt, solange sie in den ersten Jahren nach Erstzulassung üblich waren. Spätere moderne Tuningteile oder eine nicht periodengerechte Lackierung können den Status dagegen kosten. Wichtig zu wissen: Die Hauptuntersuchung bleibt auch mit H-Kennzeichen alle zwei Jahre fällig, geprüft wird unter Berücksichtigung der damaligen Technik, eine Nachrüstpflicht für ABS oder Airbag gibt es also nicht.
H-Kennzeichen beantragen: die vier Schritte
- Voraussetzungen prüfen. Ist die Erstzulassung mindestens 30 Jahre her? Ist das Fahrzeug weitgehend original und in gutem Zustand? Hier hilft eine ehrliche Bestandsaufnahme, oft gemeinsam mit der Werkstatt.
- Fahrzeug vorbereiten. Technik, Bremsen, Elektrik und vor allem die Karosserie sollten in Ordnung sein. Was nicht original ist, sollte zumindest zeitgenössisch und sauber ausgeführt sein.
- Gutachten nach Paragraf 23 StVZO erstellen lassen. Der Sachverständige begutachtet das Fahrzeug und stellt das Oldtimer-Gutachten aus. In der Regel wird zugleich die fällige Hauptuntersuchung durchgeführt.
- Zulassung beantragen. Mit Gutachten, HU und den Fahrzeugpapieren wird das H-Kennzeichen bei der Zulassungsstelle eingetragen.
H-Kennzeichen, 07-Kennzeichen oder Saisonkennzeichen?
Nicht für jeden Klassiker ist das H-Kennzeichen die beste Wahl. Drei Varianten kommen infrage.
Das H-Kennzeichen ist die normale Zulassung für ein historisches Fahrzeug, das auch im Alltag bewegt werden darf, von der Ausfahrt über die Urlaubsreise bis zur Werkstattfahrt. Das rote 07-Kennzeichen richtet sich an Sammler mit mehreren Fahrzeugen. Es lässt sich an verschiedene Autos montieren, ist aber auf Veranstaltungen, Probe- und Überführungsfahrten beschränkt; der normale Alltagsverkehr ist damit nicht erlaubt. Die Steuer ist dieselbe Pauschale wie beim H-Kennzeichen. Das Saisonkennzeichen schließlich lässt sich mit dem H-Status kombinieren: Wer seinen Ford nur von Frühjahr bis Herbst bewegt, zahlt Steuer und Versicherung nur für diese Monate. Für viele Schönwetter-Klassiker ist das die wirtschaftlichste Lösung.
Als Faustregel: Wer ein Fahrzeug regelmäßig fährt, nimmt das H-Kennzeichen, gern als H-Saison. Wer eine kleine Sammlung nur zu Treffen ausführt, fährt mit dem 07-Kennzeichen oft günstiger.
Wertgutachten: wann es sich lohnt
Ein Wertgutachten ist etwas anderes als das Paragraf-23-Gutachten für die Zulassung. Es dokumentiert den Wert des Fahrzeugs und ist vor allem für die Versicherung wichtig. Spezielle Oldtimer-Policen arbeiten mit einem festgeschriebenen Wert, dem sogenannten Agreed Value, damit im Schadensfall nicht über den Zeitwert gestritten wird. Auch bei Kauf, Verkauf oder im Erbfall schafft ein Gutachten Klarheit.
Üblich sind zwei Stufen. Die Kurzbewertung nennt knapp Zustandsnote und Marktwert und reicht für viele alltägliche Fahrzeuge. Das ausführliche Wertgutachten beschreibt Historie, Restaurierung und Originalität mit Fotodokumentation und lohnt sich bei hochwertigen oder seltenen Modellen. Erstellt werden beide von anerkannten Sachverständigen, nicht von der Werkstatt selbst. Wir bereiten Ihren Ford dafür vor und helfen, den passenden Gutachter zu finden.
Ford-Klassiker im Blick
Ford hat eine Reihe von Modellen hervorgebracht, die heute gefragte Sammlerfahrzeuge sind. Der Capri, vor allem die sportlichen V6- und RS-Versionen, hat in den vergangenen Jahren deutlich an Wert gewonnen. Beim Escort der ersten und zweiten Generation sind die RS-Varianten international heiß begehrt, während gepflegte Limousinen und Turnier noch einen vergleichsweise bezahlbaren Einstieg bieten. Der lange unterschätzte Taunus zieht inzwischen an, weil gute Originalfahrzeuge selten werden. Und der Mustang der ersten Generation ist ein internationaler Dauerklassiker, dessen Fastback- und V8-Modelle stabil im gehobenen Preissegment liegen.
Marktwerte ändern sich laufend und hängen stark vom Zustand ab. Wer den Wert seines Fahrzeugs einordnen will, schaut in aktuelle Marktspiegel wie Classic Data oder die Auswertungen der Fachmagazine, am besten ergänzt um ein Gutachten. Die Tendenz über die Modelle hinweg ist klar: Aus alten Gebrauchtwagen sind anerkannte Klassiker geworden, mit Wertzuwächsen vor allem bei sehr guten Exemplaren.
Erhalt und Wartung: worauf es ankommt
Den Wert und den Oldtimerstatus erhält, wer drei Dinge ernst nimmt.
Originalität. Original- oder originalgetreue Reproteile bewahren Status und Wert. Moderne Umbauten ohne historische Entsprechung gefährden beides.
Korrosionsschutz. Ältere Karosserien rosten gern an Schwellern, Trägern, Radläufen und am Unterboden. Regelmäßige Kontrolle, erneuerte Hohlraumkonservierung und Unterbodenschutz sind Pflicht. Streusalz ist Gift, deshalb fahren die meisten Klassiker im Winter nicht, auch mit H-Kennzeichen.
Standschäden vermeiden. Lange Standzeiten setzen einem Oldtimer mehr zu als das Fahren. Kraftstoff altert, Reifen bekommen Standplatten, Bremsen setzen sich fest, Dichtungen trocknen aus. Wer das Fahrzeug regelmäßig bewegt und auf Betriebstemperatur bringt, beugt vor. Bei längerer Stilllegung helfen voller Tank, frisches Öl, erhöhter Reifendruck und eine trockene, belüftete Garage.
Hier kommt die Werkstatt ins Spiel. Das Autohaus Albert ist seit über 50 Jahren Ford-Partner und kennt die Technik alter Fords aus erster Hand. Wir bereiten Klassiker auf die H-Abnahme vor, führen die Hauptuntersuchung über unsere Prüforganisation durch, kümmern uns um Karosserie und Lack, um Technik und um die Beschaffung passender Teile. So bleibt Ihr Ford fahrbereit, sicher und im Wert erhalten.
Oldtimer-Check im Autohaus Albert
Ob Ihr Ford reif fürs H-Kennzeichen ist, ob ein Wertgutachten sinnvoll ist oder einfach die nächste Inspektion ansteht: Wir schauen uns Ihren Klassiker an und sagen Ihnen ehrlich, was er braucht. Gerade vor der Sommer-Saison, wenn die Klassiker wieder auf die Schwarzwaldstraßen rollen, ist der richtige Zeitpunkt.
Termin vereinbaren: telefonisch unter 0771 898640 oder per E-Mail an service@autohaus-albert.com. Autohaus Albert, Ihr Ford-Partner in Hüfingen, für Oldtimer-Freunde aus Donaueschingen, Villingen und der Region Schwarzwald-Baar.
Häufige Fragen zum Ford-Oldtimer
Wann bekommt mein Ford ein H-Kennzeichen?
Wenn die Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurückliegt, das Fahrzeug weitgehend im Originalzustand und in gutem Zustand ist und der Pflege des Kulturguts dient. Voraussetzung ist ein Gutachten nach Paragraf 23 StVZO durch einen anerkannten Sachverständigen. Maßgeblich ist das Datum der Erstzulassung, nicht das Baujahr.
Wie viel Steuer zahle ich mit H-Kennzeichen?
Für einen Pkw mit H-Kennzeichen gilt eine pauschale Kfz-Steuer von 191,73 Euro pro Jahr, für Krafträder 46,02 Euro. Der Betrag ist unabhängig von Hubraum und Schadstoffklasse. Bei großvolumigen Motoren ist das oft deutlich günstiger als die reguläre Besteuerung.
Muss ein Oldtimer mit H-Kennzeichen zum TÜV?
Ja. Die Hauptuntersuchung bleibt alle zwei Jahre fällig wie bei jedem Pkw. Geprüft wird unter Berücksichtigung der damaligen Technik, eine Nachrüstung moderner Systeme wird also nicht verlangt. Das Fahrzeug muss aber verkehrssicher und mängelfrei sein.
Was ist der Unterschied zwischen Oldtimer und Youngtimer?
Ein Oldtimer ist mindestens 30 Jahre alt und kann ein H-Kennzeichen erhalten. Ein Youngtimer ist grob 20 bis 29 Jahre alt, der Begriff ist rechtlich nicht definiert. Youngtimer werden normal nach Hubraum und Schadstoffklasse besteuert und haben kein H-Kennzeichen.
Brauche ich ein Wertgutachten für meinen Oldtimer?
Für die Zulassung nicht, dafür ist das Paragraf-23-Gutachten zuständig. Ein Wertgutachten ist aber für die Oldtimer-Versicherung wichtig, weil es den Versicherungswert festlegt, und es hilft bei Kauf, Verkauf oder im Erbfall. Erstellt wird es von einem anerkannten Sachverständigen.
Autohaus Albert GmbH, Schaffhauser Str. 17, 78183 Hüfingen. Telefon: 0771 898640. E-Mail: service@autohaus-albert.com. Ihr Ford-Vertragspartner und Werkstatt für Klassiker im Schwarzwald-Baar-Kreis.
Die Angaben zu H-Kennzeichen, Steuer und Zulassung geben den Stand 2026 wieder (Quellen u. a. ADAC, TÜV, FZV und KraftStG) und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Das Oldtimer-Gutachten nach Paragraf 23 StVZO und Wertgutachten werden von amtlich anerkannten Sachverständigen erstellt. Für die für Ihr Fahrzeug verbindlichen Voraussetzungen und Kosten sprechen Sie uns gerne an.


